Im Rahmen meiner Besprechung des zehnten Teils der „Kommissar Rath Reihe“ von Volker Kutscher schrieb ich: „Es gibt lose Enden und somit Hoffnung auf einen vielleicht ja doch elften Teil dieses Kriminalepos.“

Und ja, dann gab es die Nachricht, dass in einem schmalen Band die noch losen Enden aufgegriffen werden und alles sich erklärt, was noch nicht geklärt war.

Dann erwirbt der Lesende das schmale Bändchen (Kostenpunkt 23.- €), und bleibt verärgert zurück. Von den hundert Seiten gehen gut vierzig für völlig überflüssige Illustrationen (Kat Menschik) weg. Den eigentlichen Textkörper hätte man als Addendum sehr wohl im zehnten Band unterbringen können. Nun ist er unnötigerweise zu einer kleinen Geschichte aufgemotzt worden.

Berlin-Westend, 1973 – ein Tonband, ein Interview, eine Überraschung: Der Privatdozent Hans Singer besucht den 74-jährigen Kriminalhauptkommissar a. D. Gereon Rath im Seniorenheim, weil er über die Arbeit der Berliner Polizei im Wechsel der politischen Systeme forscht und von einem Zeitzeugen sich Aufklärung verspricht.

Es gibt einige Überraschungen und dann ist das bisher nicht Gesagte auch bekannt. Ich blieb verärgert über die Geldschneiderei von Verlag und auch Autor zurück.

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